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Homeoffice – ja oder nein?

Bei diesem Thema entstehen zunächst einige Bilder im Kopf – da kann man seine Arbeit bei schönem Wetter nach draußen verlagern, da ist weniger Stress/mehr Ruhe als im Büro oder speziell aus Arbeitgebersicht: Wird diese Option bei meinen Mitarbeitenden überhaupt nachgefragt bzw. sollte ich diese anbieten? Wie muss ich damit umgehen bzw. was ist zu beachten?

Eine kurze Antwort auf diese Frage/n gibt es natürlich nicht, doch anhand einiger Hinweise/Kriterien gelingt es, sich ein besseres, differenzierteres Bild zu machen.

Zeitweise oder ganztägig im Homeoffice zu arbeiten, nimmt – laut einer Bitkom-Studie – in den letzten Jahren zu: 2014 waren es 20%, 2016 stieg die Zahl auf 31% und 2018 dann auf 39% der Mitarbeitenden. Sicher auch ein Resultat der zunehmenden Vernetzung/Digitalisierung der Unternehmen, die dies möglich macht. Aktuell forcierend kommt die Diskussion um Fahrverbote/Klimaziele hinzu, die eine Vermeidung der Fahrten zur Arbeitsstätte als positiven Zusatznutzen daherkommen lässt. Des Weiteren gibt es Bestrebungen, ein Recht auf Arbeit im Homeoffice gesetzlich zu verankern.

Bitkom, www.bitkom.org vom 18. Januar 2019
Vier von zehn Unternehmen setzen auf Homeoffice

Hierzu ergänzend ist das Ergebnis einer Studie der Universität Erlangen-Nürnberg interessant. Diese basiert auf einer Befragung von Berufstätigen und stellt u.a. dar, wer im Homeoffice arbeitet (Mitarbeitende aus Forschung/Entwicklung, Marketing/Vertrieb), wie ein typischer Homeoffice-Tag aussieht (73% sind freitags im Homeoffice), welche Chancen (z.B. hohe intrinsische Motivation) und Risiken (z.B. wenig Rückmeldung aus dem Unternehmen) damit verbunden sind.

Universität Erlangen-Nürnberg, Forschungsbericht des Lehrstuhls für Psychologie im Arbeitsleben (2018)
Studie zur Homeoffice-Tätigkeit
hier können Sie den Ergebnisbericht als PDF downloaden

Dass die Arbeit im Homeoffice nicht nur Vorteile hat – wie anfangs optimistisch dargestellt – zeigen auch andere Studien, die Stressfaktoren durch eine geringere Bedeutsamkeit der „Heimarbeit“ (Frage an den/die Leser/-in – ist das so?) oder die schwierigere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben sowie die Vereinsamung durch mangelnde Kontakte zu Kollegen ins Feld führen. Hier gilt es von Arbeitgeberseite Regeln und Mechanismen zu entwickeln, dem entgegenzuwirken, sodass die positiven Aspekte und Chancen dieser Arbeitsform insgesamt überwiegen.

Business Insider, Alexandra Hilpert, www.businessinsider.de vom 30. Januar 2019
Eine Studie entzaubert den größten Mythos über Homeoffice

Ebenso gilt dies für die Beachtung der Arbeitsschutzregelungen durch den Arbeitgeber, die teilweise mit der manchmal gedachten/gewünschten „Voll-Flexibilität“ (auch von Seiten der Mitarbeitenden) im Homeoffice nicht korrespondieren und manche deshalb vom Angebot einer solchen Option abrücken lässt.

Wirtschaftswoche, Nina Jerzy, www.wiwo.de vom 21. März 2019
Nur noch kurz Mails checken: So schnell verstößt das Homeoffice gegen den Arbeitsschutz

Zusammenfassend kann man sicher festhalten, dass das Arbeiten im Homeoffice „richtig aufgesetzt“ in der digitalen Welt nicht mehr wegzudenken ist. Einhergehend mit der Entwicklung der hierfür relevanten Rahmenbedingungen ist ein Anstieg sogar sehr wahrscheinlich.

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